Dorsten liegt auf rund 30 m ü. NHN, eingebettet zwischen Lippeauen und den ersten Ausläufern des Münsterlandes. Genau diese geologische Übergangszone macht jede bodenmechanische Untersuchung hier zu einer individuellen Aufgabe: quartäre Sande und Kiese der Niederterrasse wechseln sich mit holozänen Auelehmen ab, während wenige Kilometer nördlich bereits die tonigen Mergel der Oberkreide anstehen. Unser Labor führt die bodenmechanische Untersuchung nach DIN EN 1997-2 durch, ergänzt durch die spezifischen Anforderungen der DIN 4020 für den Baugrund. Die Stadt mit ihren rund 76.000 Einwohnern erlebt derzeit eine rege Nachverdichtung in Stadtteilen wie Hervest und Holsterhausen – Bauvorhaben, bei denen die Kenntnis der Untergrundverhältnisse über die Wirtschaftlichkeit der Gründung entscheidet. Wer in den Lippeauen baut, muss mit setzungsempfindlichen Weichschichten rechnen; auf den Terrassenkanten dagegen steht oft schon in geringer Tiefe tragfähiger Kies an. Diese Spannweite erfordert eine bodenmechanische Untersuchung, die nicht nach Schema F abläuft, sondern die lokale Geomorphologie in den Prüfplan einbezieht.
Zwischen Lippeaue und Münsterländer Höhen entscheidet die bodenmechanische Untersuchung darüber, ob eine einfache Flachgründung ausreicht oder ob Pfähle erforderlich werden.
