Ein verbreiteter Fehler, den wir bei Bauvorhaben im Raum Dorsten immer wieder sehen: Man stützt die Gründungsberechnung auf veraltete Bohrdaten aus der Nachkriegszeit und wundert sich, warum die Setzungen ab dem ersten Winter stärker ausfallen als berechnet. Die Lippeterrassen und die sandig-kiesigen Ablagerungen der Haard sind kein homogenes Material. Wer hier sicher planen will, kommt um eine direkte, ungestörte Drucksondierung nicht herum. Mit dem CPT-Versuch erfassen wir den Spitzenwiderstand und die lokale Mantelreibung im Zehntelmillimeter-Bereich – kontinuierlich über die Tiefe, ohne die Gefügestruktur zu zerstören, wie es bei einer Bohrung unvermeidbar ist. Gerade in Mischgebieten mit Auffüllungen, wie entlang der B 224 oder im Gewerbegebiet Marl-Dorsten, liefert der CPT-Versuch belastbare Kennwerte für Pfahlwiderstände und Setzungsprognosen. Ergänzend zur Sondierung sichern wir die Ergebnisse mit einer Korngrößenanalyse ab, wenn die Schichtenabfolge eine genauere Klassifikation verlangt.
Drei Messwerte pro Zentimeter – das ist die Datendichte, mit der wir in Dorsten aus der Tiefe heraus den Baugrund beschreiben.
