Die Lippeaue und die sandig-lehmigen Niederterrassen prägen den Untergrund von Dorsten maßgeblich. Gerade in den nördlichen Stadtteilen nahe der Lippe treffen Planer regelmäßig auf bindige Deckschichten mit schwankenden Wassergehalten. Eine bloße Feldansprache reicht hier selten aus. Die Bestimmung der Atterberg-Grenzen liefert die erforderlichen Kennwerte, um das Verformungsverhalten solcher Böden unter wechselnden Feuchtebedingungen sicher einzuschätzen. Unser Labor bestimmt Fließ- und Ausrollgrenze nach DIN 18122 und leitet daraus die Plastizitätszahl ab — ein Kennwert, der für die Klassifikation nach DIN 18196 und die Tragfähigkeitsprognose bei Aushubsohlen im Raum Dorsten unverzichtbar ist. Die Proben stammen aus Rammkernsondierungen oder Schürfgruben und werden im akkreditierten Labor ausgewertet.
Die Plastizitätszahl Ip trennt in Dorsten die schluffigen Auelehmdecken von den tragfähigen Terrassensanden — ein entscheidender Parameter für die Gründungsart.
