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Atterberg-Grenzen in Dorsten: Bodenkonsistenz präzise bestimmen

Technische Studien, die Ihr Projekt stützen.

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Die Lippeaue und die sandig-lehmigen Niederterrassen prägen den Untergrund von Dorsten maßgeblich. Gerade in den nördlichen Stadtteilen nahe der Lippe treffen Planer regelmäßig auf bindige Deckschichten mit schwankenden Wassergehalten. Eine bloße Feldansprache reicht hier selten aus. Die Bestimmung der Atterberg-Grenzen liefert die erforderlichen Kennwerte, um das Verformungsverhalten solcher Böden unter wechselnden Feuchtebedingungen sicher einzuschätzen. Unser Labor bestimmt Fließ- und Ausrollgrenze nach DIN 18122 und leitet daraus die Plastizitätszahl ab — ein Kennwert, der für die Klassifikation nach DIN 18196 und die Tragfähigkeitsprognose bei Aushubsohlen im Raum Dorsten unverzichtbar ist. Die Proben stammen aus Rammkernsondierungen oder Schürfgruben und werden im akkreditierten Labor ausgewertet.

Die Plastizitätszahl Ip trennt in Dorsten die schluffigen Auelehmdecken von den tragfähigen Terrassensanden — ein entscheidender Parameter für die Gründungsart.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Die Bodenverhältnisse in Dorsten sind kleinteilig: östlich der A31 dominieren sandig-kiesige Ablagerungen der Mittelterrasse, während Richtung Wulfen und Lembeck tonig-schluffige Mergelverwitterung ansteht. Diese räumliche Heterogenität erfordert eine differenzierte Probenahme und eine normgerechte Aufbereitung nach DIN 18123. Die Atterberg-Grenzen reagieren empfindlich auf Trocknungsgrad und Probenstörung, weshalb wir die Versuche ausschließlich an ungestört angeliefertem Material durchführen. Ein Boden mit Plastizitätszahl Ip > 15% zeigt in Dorsten erfahrungsgemäß ein ausgeprägtes Schrumpfverhalten bei sommerlicher Austrocknung, was für Gründungspolster und Hinterfüllungen kritisch werden kann. Das Laborprotokoll enthält neben den Grenzwassergehalten auch die Konsistenzzahl Ic, sodass der Geotechniker die aktuelle Zustandsform des Bodens direkt bewerten kann.
Atterberg-Grenzen in Dorsten: Bodenkonsistenz präzise bestimmen
Technische Referenz — Dorsten

Lokaler geotechnischer Kontext

Die holozänen Auelehme entlang der Lippe und ihrer Altarme erreichen in Dorsten Mächtigkeiten von 2 bis 5 Metern. Ihr Tonanteil liegt häufig bei 20–35 %, die natürliche Wassergehalte schwanken zwischen 18 und 35 %. Wird ein solcher Boden ohne Atterberg-Klassifikation als Gründungspolster wiederverwendet, drohen Setzungsdifferenzen durch Quellung oder Schrumpfung. Besonders hinter Stützwänden am Kanalufer des Wesel-Datteln-Kanals führt die jahreszeitliche Austrocknung bindiger Hinterfüllungen zu Kriechbewegungen, die ohne Konsistenzgrenzen nicht prognostizierbar sind. Ein in Dorsten häufig unterschätztes Risiko: Böden mit wL > 50 % neigen bereits bei geringfügiger Wasserzunahme zu einem abrupten Festigkeitsverlust und verhalten sich dann fließgefährdet. Die DIN 4020 fordert für solche Fälle explizit die Ermittlung der Zustandsgrenzen vor der Bemessung.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 17892-12:2018 — Laborversuche an Bodenproben — Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze, DIN 18122 — Baugrund; Versuche und Versuchsgeräte; Zustandsgrenzen (Konsistenzgrenzen), DIN 18196 — Erd- und Grundbau — Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 4020 — Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO/IEC 17025 — Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
NormgrundlageDIN EN ISO 17892-12, DIN 18122
Fließgrenze wLCasagrande-Gerät, 25 Schläge
Ausrollgrenze wP3-mm-Wurst, manuell ausgerollt
Plastizitätszahl IpIp = wL – wP
Konsistenzzahl IcIc = (wL – w) / Ip
Probemenge erforderlichmind. 200 g Feinkorn < 0,4 mm
Klassifikation nachDIN 18196 (GE, ST, TL, TM, TA)
AkkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025, RAP Stra-Prüfverzeichnis

Häufige Fragen

Für welche Böden sind Atterberg-Grenzen überhaupt relevant?

Die Versuche gelten für bindige Böden mit einem Feinkornanteil d < 0,4 mm von mindestens 10 %. In Dorsten betrifft das vor allem Auelehme, Geschiebemergel und die tonig-schluffigen Verwitterungsprodukte des Oberkreide-Mergels. Rein sandige oder kiesige Terrassenablagerungen besitzen keine Plastizität; hier entfällt die Prüfung.

Mit welchen Kosten muss ich für die Atterberg-Grenzen rechnen?

Für die Bestimmung von Fließ- und Ausrollgrenze an einer Einzelprobe inklusive Protokoll liegt der Preis je nach Probenanzahl und Aufbereitungsaufwand zwischen €50 und €110. Serienuntersuchungen ab fünf Proben werden günstiger. Die Probenanlieferung ins Labor ist darin enthalten, die Feldentnahme separat zu kalkulieren.

Reicht eine einzige Probe aus einer Sondierung für die Baugrundklassifikation?

Nein. Die DIN 4020 fordert in Abhängigkeit von der Homogenbereichen eine ausreichende Probenanzahl. In den heterogenen Lippeaue-Böden Dorstens entnehmen wir mindestens drei Proben pro Homogenbereich in unterschiedlichen Tiefen, um die Streuung der Plastizitätszahl Ip zuverlässig zu erfassen und fehlerhafte Klassifikationen zu vermeiden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Dorsten und Umgebung.

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