Dorsten, mit seiner Lage auf etwa 30 m ü. NHN und den quartären Lockersedimenten der Westfälischen Bucht, stellt spezifische Anforderungen an die geophysikalische Untergrunderkundung. Die elektrische Widerstandsmessung / VES (Vertikale Elektrische Sondierung) erfasst die Widerstandsverteilung im Tiefenprofil – ein entscheidender Parameter, um Sand-Kies-Wechselfolgen von bindigen Zwischenlagen in der Lippe-Niederung zu unterscheiden. Gerade in den Randbereichen der Hohen Mark, wo eiszeitliche Ablagerungen die oberflächennahe Geologie prägen, liefert das Verfahren Daten, die mit direkten Aufschlüssen allein nicht in dieser lateralen Dichte zu gewinnen wären. Das Labor führt die Sondierungen mit 4-Punkt-Anordnungen nach Wenner und Schlumberger durch, sodass für Bauvorhaben in Dorsten von der Einfamilienhausgründung in Hervest bis zum Gewerbebau in Wulfen belastbare Untergrundmodelle entstehen, die in Kombination mit einer SPT-Bohrung die Baugrundbeurteilung absichern.
Spezifische Widerstandskontraste von weniger als 20 Ω·m bis über 500 Ω·m kartieren in Dorsten den Wechsel zwischen Lippe-Auelehnen und quartären Terrassenkiesen – ein geoelektrischer Fingerabdruck des Untergrunds.
