Die Böden im nördlichen Ruhrgebiet und südlichen Münsterland, wie sie in Dorsten anzutreffen sind, weisen eine beachtliche Heterogenität auf. Quartäre Lockergesteine der Lippe-Aue, fluviatile Sande und Kiese sowie tertiäre Feinsande prägen die geotechnische Situation. Wenn in Dorsten Dämme geschüttet oder Baugruben verfüllt werden, ist der Nachweis der erreichten Lagerungsdichte kein bürokratischer Selbstzweck, sondern eine versicherungstechnische Notwendigkeit. Die Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) liefert hier einen direkten Messwert, der unabhängig von theoretischen Laborvergleichen die Qualität der Verdichtungsarbeit dokumentiert. Unsere Messteams führen den Versuch nach DIN 18125-2 durch und kennen die örtlichen Bodenformationen, die vom schluffigen Auelehm bis zum enggestuften Rheinsand reichen. Mit dem Verfahren ermitteln wir die Trockendichte in situ und setzen sie ins Verhältnis zur Proctordichte, sodass der Verdichtungsgrad DPr als belastbare Kenngröße für die Abnahme bereitsteht.
Die Dichte in situ ist die einzige Größe, die den tatsächlichen Porenraum unter einer Fahrbahn oder Gründungssohle beschreibt – der Proctorzylinder im Labor ist lediglich der Bezugsmaßstab.
