Die Baugrundverhältnisse im nördlichen Ruhrgebiet fordern präzise Verankerungskonzepte. In Dorsten prägen quartäre Sande und Tone der Lippe-Niederung sowie verwitterte Kreidemergel des Münsterländer Beckens den Untergrund. Diese Wechsellagerung verlangt bei der aktiven und passiven Verankerungsbemessung eine sorgfältige Unterscheidung zwischen temporären Bauzuständen und dauerhaften Sicherungsaufgaben. Gerade an der Hangkante zur Lippe oder in den Baugebieten nahe der Halden des ehemaligen Bergbaus treten heterogene Bodenschichten auf, die ohne standsicherheitsgerechte Ankerauslegung rasch zu unerwarteten Setzungen führen. Unsere Auslegung nach DIN EN 1997-1:2014-03 berücksichtigt die lokale Geologie und stellt über Zugversuche die rechnerische Tragfähigkeit jedes Einzelankers sicher, bevor die Baugrube freigegeben wird.
Ein korrekt bemessener Anker verteilt die Zugkraft so in den Boden, dass der Verbundkörper arbeitet, nicht allein der Stahl.
