Ein Statiker in Dorsten hat uns kürzlich einen Fall geschildert, der immer wieder vorkommt: Die Bodenplatte war betoniert, der Rohbau stand, aber die Setzungen nach dem ersten nassen Winter glichen einer schiefen Ebene. Ursache war ein missverstandener Baugrund – ein paar alte Baggerschürfe hatten die wechselhafte Lagerungsdichte unter dem lehmigen Sand nicht aufgedeckt. Wer in Dorsten baut, bewegt sich auf quartären Lockergesteinen der Lippe-Niederung und teils stark verdichteten Terrassensanden. Der SPT liefert genau hier den entscheidenden Datensatz: Schlagzahlen pro 30 cm Eindringung, die direkt mit der Lagerungsdichte und Konsistenz korrelierbar sind. Unser Feldteam setzt das Verfahren nach DIN EN ISO 22476-3 um und dokumentiert jede Rammung lückenlos – von der weichen Auelehm-Linse bis zum tragfähigen Kiesbett in 4,50 m Tiefe. Bevor Sie also die Bewehrung bestellen, lohnt ein Blick in den Untergrund, den man mit einem kalibrierten Rammgestänge erreicht, nicht mit bloßer Vermutung.
Die Schlagzahl aus dem SPT ist kein abstrakter Index. Sie entscheidet in Dorsten darüber, ob eine Bodenplatte auf 60 cm Magerbeton oder auf 2,50 m Rüttelstopfsäulen gründet.
